Diesmal will ich es ganz kurz machen: Edinburgh war schön! Lasst doch einfach die Bilder auf euch wirken. (Bin nach 5h echt zu geschafft, um noch Romane zu schreiben)
Ja, ich habs geschafft. Der erstmal wichtigste Teil liegt hinter mir und ich kann endlich meine Studentenkarte in den Händen halten doch bis zu diesem denkwürdigen Moment musste ich erst mal ganz viel Schlange stehen. Hier ungefähr der schematische Ablauf:
1) richtigen Raum finden, 2 Formulare abholen, 1 gelbes Formular mit Kursen (für WS und SS) ausfüllen, 2. Formular checken ob alle Daten richtig sind 2) im selben Raum zu Mitarbeiter am Computer gehen (eventuell Schlange stehen), Kurse aufsagen, die man gewählt hat; Mitarbeiter gibt diese ins System ein; nochmal alles checken, 3) zum nächsten Raum laufeb 4) vor Raum warten und Schlange stehen 5) zur Erasmus-Schlange gehen und dort warten 6) vor nächstem Mitarbeiter am Computer warten, Zettel bekommen 7) weiter zum nächsten Raum: Studentenkarte 8) in meinem Fall: keine Schlange stehen 9) nettes Foto von deutschem Doktoranten von Webcam machen lassen 10) optional quatschen 11) kurz warten (quatschen verkürzt Zeit!) 12) Studentenkarte bekommen und Tütchen mit Werbung und Süßigkeiten abfassen 13) Fertig!
Fazit: Die Briten, also auch die Schoten wissen wie man Schlange steht (= Queueing) und wie man diese perfektioniert mit möglichst 3 Schleifen.
Aber nun bin ich offiziel Student hier! Endlich! Aber dafür geht ab Montag wieder der harte Studienalltag los. Aber erstal Wochenende
Was darf bei Studenten nie fehlen? Genau Party, egal wir nehmen jeden Anlass! Gestern war die erste internationale Studenten-Party von der Uni , Stimmung war gut, die Musik wechselte peridodisch von Rednex zu Charts, Dance und Rock und der Alkohl machte sein übrigstes. Naja, ich hab ja nur 2 Wodka-Cola getrunken. Die Deutschen finden sich überall und man lernt so rasch nette Leute kennen. Gegen 12Uhr wurde nett getanzt mit netter Musik doch es hat sich noch ein anderer Ton untergemischt: Feueralarm! Eigentlich ging es sehr gemächlich zu. Nach und nach hat jeder bemerkt, dass der stechende Ton nicht vom DJ kommt. Als die Musik ausgeschalten wurde sind wir alle ziemlich langsam raus, die Jungs murrten weil sie ihr Bier stehen lassen mussten (im UK ist es verboten auf der Straße Alkohol zu trinken). Draußen angekommen kam auch schon die Feuerwehr, die aber auch eher gemütlich alle Räume kontrolliert hat. Letztendlich konnten wir nach ca. 15 Frischer-Luft-schnappen dann doch wieder rein und weiter feiern. Letztendlich ein netter, gelungener Abend mit einer glorreichen Erkenntnis: Schotten sind nicht hübsch! Also 95% der Schotten, siehe Beweisfoto!
PS: Bitte Doppelklick auf das Foto, so gelangt man ins Fotoalbum
Letzten Freitag gab es einen Welcome Day für alle Internationalen Studenten mit gaaaaaanz vielen wichtigen Informationen für uns. Wir hatten so den Eindruck, dass die Uni auch gerne mit uns auf stille Örtchen gehen würde, damit uns ja nichts passiert. Aber trotzdem gut zu Wissen, dass alle sehr um die internationalen Studenten bemüht sind. Zum Abschluss war noch der Polizeibeamte vom Dienst da und hat erzählt, dass hier eigentlich alles sehr sicher ist, man aber trotzdem immer auspassen sollte...
Und nun zum Foto: Natürlich war auch ein Feuerwehrmann da, der uns erst sehr demonstrativ gezeigt hat, was wir alles nicht mit dem Feuermelder machen sollen und das wir immer schön, im Falle eines Feuers, "get out, stay out and call the firefighter". Zum Schluss gab es noch eine sehr anschauliche Präsentation, was passiert, wenn man Wasser in brennendes Öl gießt. Also wirklich sehr anschaulich. Ich hab ja so den Eindruck, dass die hier alle sehr panisch mit Feuer bzw. der möglichen Gefahr eines Feuers sind. Es sind auch eigentlich keine Kerzen erlaubt und es gab natürlich auch ein Merkzettel, wie man ein paar Flämchen verhindert. In diesem Sinne: "GET OUT, STAY OUT AND CALL THE FIREFIGHTERS"
Ich wohn jetzt also für die nächsten Monate in Thornly Park. Hier noch schnell meine Adresse (Karten, Briefe, Päckchen mit Geschenken sind immer willkommen!):
Nina Kohlmann Villa 12 C 6 Caplethill Road Paisley PA2 7TR Scotland
Insgesamt wohne ich mit ca. 300 (meist internationalen) Studenten auf dem Campus hier, ein bisschen außerhalb vom Ort. Rechts und Links um uns sind Wiesen, so dass ich heute auch schon schottische Kühe gesehen hab. Meine Wohnung teile ich mir mit max. 5 anderen Mädchen, also alles schön nach Geschlecht getrennt. Jeder hat sein Zimmer, zu dem 2 Bäder (sogar eins mit Wanne!), eine Küche und ein Aufenthaltsraum. Bis jetzt wohnt noch Isabel aus Mittweide hier und Lee-Ann (eine Schottin) ist gestern eingezogen. Ansonsten ist es noch recht ruhig hier. Die einzigen, die sich schnell im Pulk formieren sind die Chinesen. Die sind zwar ein bisschen seltsam, aber doch ganz hilfreich, wenn mal das Internet nicht funktioniert ;-)
Nun aber noch zur Überschrift: Als ich das erste mal duschen wollte, habe ich keinen Knopf gefunden mit dem Man die Dusche anstellen kann. Nur eine Art Durchlauferhitzer, der die Temperatur regelt. Naja, also los zur Chinesin (die heute umgezogen ist). Diese hat mir dann netterweise erklärt, das ich einfach an einer Schnur, die an der Decke befestigt ist, ziehen müsse und dann kommt Wasser. Also einfach: one, two, three: WATER!
Seit dem 12. September bin ich nun endlich im schönen Schottland. Flug war ganz angenehm. Die nette Dame am Schalter hat mir sogar die Hälfte meines Übergepäcks erlassen, so dass ich nur "noch" 6 Kilo bezahlen musste. Für ausführliche Informationen, wieviel ich den nun wirklich bezahlen musste, schaut ihr entweder bei den AGB von eaysjet nach, oder (was auch wesentlich einfacher ist) ihr fragt einfach Reinhard! Ich hab sogar noch eine Wohnheim-Butze bekommen, was ganz toll ist, da man mir noch eine Woche eher sagte, dass alles voll sein. Aber mehr zu meinem neuen Domizil später. Aber ich bin da!